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025 Five Jars from Acoma Pueblo

29thxSieben Jahrhunderte lang lebten die amerikanischen Indianer von Pueblo Acoma in einem winzigen Dorf in den Höhen eines abgeschiedenen Tafellandes, in dem sich nun west-zentral gelegen New Mexico befindet. Ihre Ursprünge sind mit Geheimnissen verschleiert. Die Gründer der Pueblos des hoch gelegenen Tafellandes haben sich möglicherweise an diesen praktisch unzugänglichen Ort zurückgezogen, um sich Angriffen anderer Indianerstämme zu entziehen. Nach seiner Errichtung überlebte das Dorf in dieser einsamen Örtlichkeit unter endlosen Herausforderungen an seine eigene Existenz: Trockenheit und Hungersnot, die Ankunft europäischer Siedler (1540), Revolten gegen die Spanier (1680) und spätere Wiedereroberungen (1692), Übernahme durch die Vereinigten Staaten (1847), die Ankunft der naheliegenden transkontinentalen Eisenbahn (1878), sowie die Aufnahme in die Struktur einer modernen amerikanischen Gesellschaft im Laufe des letzten Jahrhunderts.


Infolge ihrer Geschichte haben sich die Acomaindianer in der Schaffung von Tonwaren selbst übertroffen, welche mit den besten jeglicher Steinzeitmenschen dieser Welt in Konkurrenz steht. Ihre Werkstoffe stammen aus der Erde und die Gefäße werden auf Steinbetten mit ringsherum gestapelten Stücken von Brennmaterial gebrannt. Die angewandten Techniken werden über zahllose Generationen weitergegeben.


Während den Jahren vor und nach 1900, stellten die Töpfer aus Acoma die mitunter schönsten Tonwaren in der Zeit ihrer Geschichte her. Irgendwie schienen sie sich von den relativ strikten Stilen aus früheren Zeiten befreit zu fühlen, und stürzten sich in eine neue Epoche von Ungebundenheit, um wunderschönste Blumen und Vogelbehausungen in einer geheimnisvollen Welt aus Regenbogen darzustellen, beständig mit Hinweisen auf esoterische Symbolik, die in den schweren und in den zarten Verzierungen überlebt.


Jack Silverman fotografierte separat fünf dieser sagenhaften Gefäße, aus denen er eine auffallend erregende Collage aus Formen und Mustern schuf. Er verwendete hierzu die technischen Wunder der modernen Wissenschaft und Industrie mit der unendlichen erforderlichen Sorgfalt im Umgang mit Papier und Tinte, um den bemerkenswerten Ausführungen der indianischen Töpfer von Acoma eine anhaltende Ehre zu erweisen. Er gewann die erdigen Strukturen von Lehm, Schlicker und Pigmenten aus, durch traditionelle Methoden hergestellten Gefäßen, die über unzählige Generationen weitergegeben wurden. Er wählte Beispiele, die den größten Überfluss an Harmonie und Farbe beinhalteten.


In der Abbildung jedes Kruges, kann der Betrachter sämtliche feinen Merkmale von Designstrukturen, Farbvariationen, Oberflächenabrieb, Streifen des Steinpolierens sowie das feinschuppige Krakelieren erkennen, - so klar, als stände der Krug vor ihm auf dem Tisch. Die umgebende Beleuchtung ist beinahe matt, betont jedoch die Konturen der Oberfläche in vertikalem Profil. Die Rundheit wird dann durch die feinere Verbindung reflektierter Lichtpunkte in entsprechenden Positionen erreicht. Die Intensität der schwarzen Pigmente wird gesteigert, während die roten, gelben und orangen Farbtöne in ihre Spektralstruktur versetzt werden, um die bräunlichen Komponenten hervorzuheben. Die Aufeinanderfolge der Tuschfarben wird unter jeglichem Aspekt kontrolliert, um die aufliegenden Farbschichten herstellen zu können. Gerade das handgefertigte Papier wurde gemäß den anspruchsvollen Normen zur Herstellung und Endbearbeitung ausgewählt.


In gesonderten Bildern zeigt jeder Krug sein eigenes individualistisches Wesen. In der Montage von fünf Bildern in eine überlappende Collage, hat der Künstler ein gemeinsames Gefühl weitergegeben, das ein Eigenleben annimmt. Der Eindruck pendelt zwischen surrealistischen Bildwerk und super-realistischer Solidität. Ohne Schatten um räumliche Zusammenhänge abzustecken, betont er mit Nachdruck, dass der Betrachter den Konflikt zwischen komplizierter optischer Nachbildung und lebensechter Aufzeichnung einer Struktur für sich selbst lösen wird. Der Bildner entwirft eine wahrzunehmende Einheit, in der die Augen des Betrachters ausgelassen durch die Forschungswege streifen können. Letzterer verlangt die Erkennung struktureller Anhaltspunkte, durch die jedes Gefäß mit seiner eigenen Position im Raum verankert wird.


In wechselseitigem Aussehen geben die heiligen Papageien und der Regenbogen eine harmonische Einheit ab und übermitteln eine Empfindung von Realität an das menschliche Genie, der diese Gefäße zuerst geschaffen hatte, sowie an die künstlerische Eingebung, die mit ihren gemeinsamen Darstellungen übereinkam. Die allumfassende Wirkung dieser dicken, aufregenden und eleganten Formzusammenstellung überträgt einen Geist von freudiger Ausgelassenheit, Vertrauen und Optimismus bezüglich der Kräfte der Natur, um Vorsorge zu treffen und uns zu unterstützen, welches ein recht würdiges Testament des Pueblo- Volkes von Acoma war, angesichts seiner endlosen Herausforderungen, Missgeschicke und oftmals gefährdeten Existenz, womit es während seiner ganzen Geschichte konfrontiert wurde. Vielleicht ist es das zufriedene Kauen des Hirsches eines Blütenblatts, das den entscheidenden Mittelpunkt schafft und den Augen, durch eine verleihende allumfassende Harmonie beider Formen und Muster dieses bemerkenswerten Bildes, Beruhigung zukommen lässt.
--Francis H. Harlow, Los Alamos


Folioblatt für Tonwaren der Puebloindianer


Die Auflage ist auf 100 signierte und nummerierte Drucke, 10 nummerierte KN-Ducke (Künstlernachweis) und MN-Drucke (Museumsnachweis) für institutionelle Schenkungen limitiert. Eine spezielle verpackte Serie mit romanischen Zahlen ist erhältlich. Auflage 15 mit geschichtlichen Texten und dem Vorderseitenmaterial von Francis Harlow - Los Alamos.



Diese Drucke entstehen unter dem IRIS-Verfahren auf Kaltpress-Papierbögen mit 140 Pfund Wasserfarbe. Das Papier französischer Herstellung ist aus 100% PH-neutralen Baumwollhadern. Die Tinte ist authentisch und auf Gemüsebasis.



Jeder Druck wird von Image House of Santa Fe handgefertigt. Hierzu wird der Schnitt des Silverman Museums angewandt. Der Druck ist von Jack Silverman signiert.
 
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