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| 022 Zuni Pueblo, c.1900 |
Jedes Detail der Oberflächenausführung erscheint lebhaft in der präzisen Darstellung eines Zuni-Kruges, und mit liebender Sorgfalt für den Transport von Wasser. Durch den Gebrauch verschlissen, zeigt der Rand abgenützte Stellen auf. Die Dekorationen auf diesem Krug verteilen sich frei auf seine gesamte Oberfläche, ohne Beschränkungen auf den Hals oder die Bänder um seinen Körper, so wie es auf dem Zuni-Krug in der Abbildung #005 zu sehen ist. Ebenso auf dem hier gezeigten Krug, finden wir die Verwendung des Gittermusters wieder. Mächtige Arme umfassen die obersten Flächen und enden mit eckigen Händen, sich gegen den Himmel streckend, auf eine Weise, dessen Ursprünge auf mehr als ein Jahrhundert zurückverfolgt werden können. Zwischen den Armen befindet sich ein großer dreieckiger Berg mit einem umgekehrten, an seiner Kegelspitze angegliederten Dreieck. Die in jedem enthaltenen linearen Schachbrettmuster sind gleichermaßen tief mit der Tradition verwurzelt. Hier und da liegen heilige Federsymbole, die als einzige gestaltende Elemente die Farbe Rot enthalten. Es bestehen interessante Unterschiede zwischen diesen Kennzeichen; jene die sich an die winkligen Krümmungen anschmiegen besitzen geteilte Körper und tragen eine Vielfalt an Hauben, während jene, die mit den Unterseiten der Arme verbunden sind, keine geteilten Körper, den klassischen Stil einer einzelnen schwarzen dreieckigen Haube, und eine verbundene schwertlilienförmige Verzierung besitzen. Leicht übersehen kann man das Paar kleiner Beulen an der obersten Krümmung zwischen den Armen. Dieses Kennzeichen erscheint in so vielen Tonwaren der Puebloindianer, dass wir von seiner Wichtigkeit ausgehen können, wobei seine Bedeutung im Dunkel der Geschichte verborgen bleibt, - außer für die Künstler.
-- Francis H. Harlow, Los Alamos |
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