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| 004 Acoma Pueblo, c. 1900 - 1910 |
In die geometrische Schwierigkeit dieser Krugbemalungen sind zahlreiche traditionelle Elemente von größter Bedeutung für die Mythologie und die Religion der Indianer Acomas einbeschlossen. Jeder großartige kreisförmige Sonnenschein verfügt über drei beherrschende Elemente: Ein senkrechtes Zickzack an Dreiecken, welches sehr charakteristisch für die Symbolik Acomas um ca. 1900 ist, ein Paar doppelendiger schattierter Abbildungen, deren Ursprünge auf das 11. Jahrhundert zurückgehen, sowie die schwarzen Gegenstände mir rautenförmigen Augen, die sich gegenseitig zweifelhaft anstarren. Das beinahe gegenwärtige Schachbrettmuster aus Acoma des 19. Jahrhunderts ist das verbindende Element zwischen den kreisförmigen Strukturen. Sie stützen Ober- und Unterseite durch treppenförmig angelegte Pyramiden, die schattierte Dreiecke mit "Hasenaugen" einschließen. Die Erhaltung so vieler Elemente künstlerischer Gestaltung huldigt die Generationen von Vorfahren, die das öde Dorf des Acoma-Tafellandes während sechs Jahrhunderten vor der Herstellung dieses Gefäßes bewohnten. Im Kampf um ihre wesentlichen Lebenselemente, gegen die eindringenden Europäer und den Übergang zur Modernisierung (mit der nahegelegenen Eisenbahnstrecke im Jahre 1878), erhielten diese kühnen eingeborenen Amerikaner ihren Geist durch ihre zähe Anhänglichkeit an heiliger Symbolik und Zeremonien aufrecht. Mit endlosem Künstlertum und Ideenreichtum passten sie die Elemente traditioneller Gestaltung ihrer Tonwaren jedem neuen Stil an, wie es an diesem ausgezeichneten Beispiel einer beinahe hundert Jahre alten Arbeit zu sehen ist.
-- Francis H. Harlow, Los Alamos |
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